Fähren Friedrichshafen-Romanshorn

Die Fährelinie Friedrichshafen-Romanshorn mit den drei Fähren: 'Friedrichshafen', 'Romanshorn' und 'Euregia'

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Die drei Fähren der Linie Friedrichshafen-Romanshorn

Die beiden Fähren 'Friedrichshafen' (links) und 'Romanshorn' (rechts) auf dem regulären Fährkurs zwischen den beiden Städten - bei einem Gewitter mit schwerem Regen.

Fähre-Fotos

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Geschichte

Bereits im 19. Jahrhundert suchte man nach einer zeitlich kurzen Verbindung über den See, um Industrieprodukte vom Industriestandort Friedrichshafen in Deutschland zum Industriestandort Romanshorn in der Nordostschweiz und umgekehrt zu transportieren. Denn mittels Zug oder später Lkw war dies auf dem Landweg ein Umweg von 70 Kilometer, während es über den Bodensee hinweg nur ca. 13 Kilometer Strecke waren. Hinzu kam ein zolltechnisch schwieriger Transport über Österreich. Und letztendlich waren die Straßen bis mindestens 1960 rund um den Bodensee für den Schwerlastverkehr eher schlecht ausgebaut. Deshalb kam der sogenannte Trajektverkehr auf. Dabei schleppten Dampfschiffe Lastkähne hinter sich über den See. Diese Verbindung wurde ausgebaut und man transportierte schließlich sogar ganze Zug-Waggons auf den Kähnen.

1869 richtete die Schweizerische-Nordostbahn-Gesellschaft (NOB) offiziell die erste Trajektverbindung auf dem Bodensee auf dieser Strecke zwischen Romanshorn und Friedrichshafen ein. Allerdings war das Manövrieren jener unmotorisierten Kähne sehr kompliziert. Deshalb wurde 1869 in Friedrichshafen das erste Dampftrajektschiff (quasi eine Dampffähre) eingeführt, das jedoch einen sehr hohen Kohleverbrauch aufwies und mangels Rentabilität nach einem Kesselschaden 1883 aufgegeben wurde.

In der Zwischenkriegszeit wollte man auf dieselbetriebene Fähren umsteigen. Dazu wurde 1929 die Motor-/Diesel-Fähre Schussen in Dienst gestellt. Die Schweizer rüsteten hingegen lieber ihre vorher unmotorisierten Schleppkähne mit eigenen Motoren aus. Die Weltwirtschaftskrise und die damit einhergehenden politischen Wirren verhinderten jedoch einen Erfolg des Konzepts, da die Nachfrage vor allem im internationalen Warenverkehr einbrach.

Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm der Warenverkehr zwar wieder zu, aber derjenige mit der Eisenbahn kontinuierlich ab, sodass man die Trajektfähre 'Schussen' bereits ab 1955 auch Pkw transportieren ließ. Dazu erhielt sie einen Teerbelag neben den Gleisen. In der Mitte der 1970er Jahre stellte man den Zugtransport über den See mangels Nachfrage ein - offiziell endgültig am 26. Mai 1976. Die früheren Eisenbahn-Fähren, welche früher Schienen besaßen, wurden alle auf reinen Pkw- und LKW-Transport umgestellt.

Nach der Privatisierung der Eisenbahnen und damit deren Schifffahrtsbetriebe wird die binationale Fährlinie heute gemeinsam von den deutschen BSB und der schweizerischen SBS betrieben: Die das ganze Jahr tagsüber stündlich angesetzte Überfahrt dauert ca. 45 Minuten (bei 18-20 km/h). Bis heute ist der Verkehr dennoch an die Bahn angeschlossen und auf deren Abfahrtszeiten angepasst. Ferner kann man Kombinations-Fahrkarten für Zug mit Fähre erwerben.

Heute umfasst die aktive Flotte nur zwei Fährschiffe ('Friedrichshafen' und 'Romanshorn'), während die dritte Fähre 'Euregia' als Reserveschiff und für Veranstaltungen verwendet wird.

Technisch handelt es sich bei allen drei Fähren der Linie Friedrichshafen-Romanshorn um sogenannte Doppel-End-Fähren. Sie können somit als Roll-on-Roll-off-Schiffe in beiden Richtungen betrieben werden. Dazu besitzen sie auch zwei Antriebe, welche in beiden Richtungen dieselbe Leistung erbringen.

Heute besteht eine gravierende technische und ökonomische Herausforderung in der Überalterung der noch verbliebenen Schiffe, welche häufige teure Wartungen mit seltenen Ersatzteilen erfordern.

Die Fähre 'Friedrichshafen'

Fähre-Fotos

Die Fähre 'Romanshorn'

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Die Fähre 'Euregia'

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Der Fährehafen Romanshorn

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Externe Links

Weitere Informationen zu den Fähren zwischen Friedrichshafen und Romanshorn finden Sie:

WasserSportFotos - Dr. Schuhmacher

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